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30. April 2008

2007: 9% mehr Beförderungen in Vorarlbergs Linienbussen

Öffentlicher Verkehr für mehr Lebensqualität, weniger CO2, geringere Kosten

Der Öffentliche Verkehr kommt in Vorarlberg sehr gut an: Allein die Linienbusse verzeichneten 2007 um 9% oder 6 Mio. mehr Beförderungen. Insgesamt legten die VorarlbergerInnen und ihre Gäste über 72,5 Mi. Wege damit zurück.

„Das Angebot von Bus und Bahn ist so abwechslungsreich wie die Wünsche der Benutzer: ob Ausflugsfahrt mit der Familie, Zubringer zu Sport und Freizeit oder der tägliche Weg in die Arbeit, hier ist für jeden etwas Passendes dabei“, so Verkehrs-Landesrat Manfred Rein. Für viele Menschen in unserem Land gehören Bus und Bahn zur persönlichen Lebensqualität.

Immer mehr Menschen in Vorarlberg sind mit Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zur Arbeit, zum Einkaufen, in die Schule oder in die Freizeit - 2007  sind sie über 72,5 Mio. in den Bus gestiegen. Allein die gelben, grünen, blauen oder roten Linienbusse verzeichneten knapp 6 Mio. mehr Nutzer als im Vorjahr – das sind 9% Zuwachs. Im Vergleich zu 2005 stiegen die Zahl laut offizieller Kraftfahrlinien-Statistik um 17% oder 10,5 Mio. Beförderungen. Die positiven Auswirkungen schlagen sich deutlich nieder: Vorarlberg gehört neben Wien und Salzburg zu jenen Bundesländern, in denen der verkehrsbedingte CO2-Ausstoß seit 1990 am geringsten (knapp 70%) gestiegen ist.

Verkehrskonzept 2006: Bus, Bahn, Fahrrad, Fußwege

„Bus und Bahn sind neben Rad und Fuß zentrale Bausteine zu qualitätsvoller, leistbarer Mobilität. Vorarlberg steht dazu – auch als Alternative zu den in den letzten Jahren um bis zu 50 Prozent gestiegenen Treibstoffpreisen“, bekräftigt LR Manfred Rein die im Verkehrskonzept 2006 formulierten Ziele. Denn bewusste, zeitgemäße Mobilität bestimmt immer mehr über Lebens- und Standortqualität. „Auch in Vorarlberg gäbe es an etlichen Orten zu Spitzenzeiten kein Durchkommen mehr ohne Bus und Bahn“, so Rein. Das erkennen z.B. auch Unternehmen im Land und unterstützen ihre Mitarbeiter beim Nutzen bewusster Mobilitätsvarianten. Auch Veranstalter denken die Wege ihrer Gäste mit und bieten All inklusive-Lösungen für die An- und Abreise. Bewährte Beispiele hierfür sind die Dornbirner Messe und die Bregenzer Festspiele. Ganz aktuell: Auch die Statisten zum neuesten James-Bond-Film reisen kostenlos mit Bus und Bahn zum Drehort an.

Öffentlicher Verkehr in Vorarlberg: 120 Züge, 260 Busse, Zigtausende Fahrgäste

„120 Züge pro Tag, über 260 Busse im Dauereinsatz, über 400 MitarbeiterInnen, Zigtausende Fahrgäste, ein wechselndes Umfeld – der Öffentliche Verkehr ist komplex“, so Rein. Ein großes Danke an alle Beteiligten im System – es ist jeden Tag gemeinsames Ziel, Bus und Bahn möglichst gut und noch besser zu machen.“

Vorarlberger sind stolz auf Bus und Bahn – trotz mancher Wünsche

Der bekannte Sozialkapitalforscher Ernst Gehmacher hat gemeinsam mit der Wiener hagenconsult in den letzten Monaten die Zufriedenheit der Verkehrsverbund-Fahrgäste analysiert. Über 2.600 Menschen gaben Einblick in die Veränderung ihrer Stimmung durch Bus und Bahn. Details dazu sind in Ausarbeitung, doch erste Ergebnisse liegen vor. „Die Vorarlberger sind stolz auf ihre Busse und Züge, auch wenn´s im Detail immer noch etwas besser geht“, gibt Christian Österle, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Vorarlberg, einen ersten Einblick. Verbesserungspotential sehen die Befragten besonders beim Sitzplatzangebot und bei nicht kundenorientierten MitarbeiterInnen. Weiters stehen die Bequemlichkeit und sichere Anschlüsse auf der Wunschliste ganz oben.

Ähnliche Ergebnisse lieferte eine Umfrage des Instituts für Geografie der Universität Innsbruck. 992 Fahrgäste haben für den Landbus Blumenegg-Walgau Sauberkeit, Pünktlichkeit,  Komfort oder Anschlüsse bewertet. Ein hoher Anteil der Noten lautet „Sehr gut“ oder „Gut“. Gewünscht werden ein dichterer Takt, funktionierende Anschlüsse oder Platz und Befestigungsmöglichkeit für einen zweiten Kinderwagen im Bus.

Laufende Angebotsoptimierungen

Zusätzliche Züge seit März dieses Jahres zwischen Bregenz und Dornbirn oder Verstärkerbusse haben das Platzangebot bereits deutlich erhöht. „Zu Spitzenzeiten sind in Vorarlberg alle verfügbaren Fahrzeuge im Einsatz“, versichert Christian Österle. Zur Unterstützung der MitarbeiterInnen im Öffentlichen Verkehr startet im Herbst ein neues Weiterbildungsprogramm, das nicht nur technische, sondern v.a. menschliche Aspekte wie z.B. Kommunikation oder Gesundheit am Arbeitsplatz berücksichtigt. Auch technisch ist Vorarlberg sehr gut unterwegs: Die Bus- und Zug-Flotte ist eine der jüngsten im Bundesländervergleich, nahezu alle Fahrzeuge sind etwa mit Klimaanlage ausgestattet.

 
Nähere Infos gern bei:

Isabelle Glawischnig
Marketing & Vertrieb Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH
Herrengasse 12, 6800 Feldkirch
Tel.: 05522 83577;  isabelle.glawischnig@vmobil.at http://www.mobil.at/

 

Eckpunkte

Linienbusverkehr in Vorarlberg 2007

  • 14.757.000 Linienkilometer
  • 72.500.000 Beförderungen
  • 262 Busse sind im Einsatz

 

120 Züge verkehren an Werktagen