Die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel in Vorarlberg wird künftig speziell für Jugendliche noch attraktiver. Die Schüler-/Lehrlingsfreifahrt SL+ wird in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) und der Arbeiterkammer aufgewertet. Und ab Jänner 2009 gibt es die neue VVV-Jugendkarte. Landesrat Manfred Rein, VVV-Geschäftsführer Christian Österle und AK-Präsident Hubert Hämmerle sind überzeugt, dass diese Angebotsverbesserungen den Anreiz für junge Menschen, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen, wesentlich erhöhen.
Sichere und kostengünstige Mobilität ist gerade für Jugendliche und ihr Umfeld ein wichtiges Element der Lebensqualität. "Das ist Grund genug für die Arbeiterkammer, mitzuhelfen, um die hoch attraktiven Angebote im Verkehrsverbund Vorarlberg Jugendlichen und jungen Menschen möglichst breit zugänglich zu machen", so AK-Präsident Hämmerle. Ihm liegt besonders die Freifahrt für Schulkinder und Lehrlinge am Herzen. Die Bewerbung dieser Aktion wird heuer auf neue Füße gestellt und intensiviert. Die AK wird mit jedem Lehrling direkt Kontakt aufnehmen, um die Vorteile und Möglichkeiten des Freifahrtangebotes zu kommunizieren. Hämmerle: "Damit werden Treffsicherheit und Service für die Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge deutlich erhöht. Die enge Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund ist ein wesentlicher Mosaikstein zum Gelingen."
Derzeit sind in Vorarlberg rund 33.000 Schulkinder und Lehrlinge bis zum vollendeten 19. Lebensjahr mit SL+ unterwegs. 16.000 davon zahlen maximal 80 Euro pro Jahr dazu und nutzen das Angebot der Öffentlichen Verkehrsmittel je nach Wunsch auch in der Freizeit. Ab 2009 erhalten alle, die ihr SL+ Ticket für den Freizeitgebrauch in ganz Vorarlberg erweitern, kostenlos die ÖBB VORTEILScard Jugend <26 dazu, die ansonsten 19,90 Euro kostet. In Vorarlberg nutzen derzeit rund 3.200 Jugendliche zwischen 15 und 19 und rund 12.500 im Alter von 19 bis 26 Jahren die ÖBB VORTEILScard Jugend <26.
VVV-Jugendkarte: Besonders preiswert
Die neue VVV-Jugendkarte (ab Jänner 2009) hat einen Vorteil, der sich leicht auf den Punkt bringen lässt: 192 statt über 500 Euro. Denn Jugendliche ab dem 19. Lebensjahr sind derzeit – nach Abschluss von Schule oder Lehre – Vollpreiszahler im Öffentlichen Verkehr. "Das bestehende maximo-Ticket ist ein Angebot, das sich im Ländervergleich sehen lassen kann, aber mit der neuen VVV-Jugendkarte wurde nun gerade für junge Menschen eine nahezu ideale und preiswerte Lösung gefunden", sagt VVV-Geschäftsführer Österle. Die Jugendkarte erhalten alle in Vorarlberg Wohnenden bis zum 26. Lebensjahr; sie wird als nicht übertragbare Jahreskarte ausgegeben und gilt für Bus und Bahn im gesamten Verbundraum Vorarlberg, also auch z.B. nach Lindau. Ein besonderer Bonus: Die Jugendkarte gilt gleichzeitig als ÖBB VORTEILScard. Damit spart man gleich doppelt: die 20 Euro für die ÖBB VORTEILScard und darüber hinaus sind ÖBB-Tickets österreichweit um bis zu 50 Prozent günstiger. Ein zusätzliches Package enthält Rabatt- und Serviceleistungen im In- und Ausland.
LR Rein: Maßgeschneidertes Angebot für junge Leute
"Insgesamt bieten wir damit unseren jungen Menschen ein geradezu maßgeschneidertes Angebot: Sicher, komfortabel und umweltbewusst unterwegs mit Bus und Bahn in ganz Vorarlberg und mit der Bahn in ganz Österreich – und das zu konkurrenzlos günstigen Preisen", betont Landesrat Rein.
Ein besonderes Zuckerl gibt es für Führerscheinneulinge: Sie erhalten im ersten Jahr nach Ausstellungsdatum des Führerscheins die VVV-Jugendkarte zum halben Preis, also um 96 statt 192 Euro. LR Rein: "Wir sehen das als kleinen Fingerzeig: Auch wenn man die Lenkerberechtigung hat, muss man nicht für jeden Weg das Auto nehmen, sondern soll die Vorteile von Bus und Bahn schätzen."
Informationen und Anträge gibt es beim MOBILPUNKT, dem Servicebüro des Verkehrsverbundes Vorarlberg in der Herrengasse in Feldkirch, weiters an den Verkaufsstellen der Land- und Stadtbusse, an allen Bahnhöfen oder im Internet unter
www.vmobil.at.