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29. September 2008

Schüler- und Lehrlingsfreifahrt:
Indexanpassung an reale Gegebenheiten erforderlich!

Die Situation ist ernst: Während die realen Kosten bei den Unternehmen im Öffentlichen Verkehr – v.a. dieselpreisbedingt – um rund 10% steigen, will der Familienlastenausgleichfonds (FLAF) die Abgeltung für die Schülerbeförderungen 2008 lediglich um 3,7% anheben. „Diese Kostenschere schneidet immer tiefer in das Leistungsangebot des Öffentlichen Verkehrs für die Schulen ein“, warnt Christian Österle, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV).

Der Öffentliche Verkehr hat die Aufgabe, SchülerInnen und Lehrlinge sicher und möglichst ohne Zeitverlust zwischen Wohnort und Schule zu befördern. Die dies-bezüglichen Ansprüche steigen, u.a. auch durch die Schulautonomie mit immer mehr und neuen Angeboten, mit verschiedenen Schlusszeiten, disloziertem Unterricht etc.

Verkehrsverbünde Österreichs sorgen sich um die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt

Ein krasser Gegensatz zu den steigenden Anforderungen: Die Valorisierung der Abgeltungen für 2008 wird 3,7 % ausmachen, während Verkehrsunternehmen Dieselpreissteigerungen bis zu 25 % verkraften müssen. Dies bedeutet insbesondere bei Kraftfahrlinienunternehmen einen Kostenanstieg von rund 10 %, womit die Kostenschere weiter aufgeht. Die Qualität im Leistungsangebot für Schülerbeförderungen sinkt bzw. kann nicht entsprechend ausgebaut werden, weil die Wertsicherung der Abgeltung durch den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) nicht den realen Kostenentwicklungen im ÖV entspricht. Auf Dauer ist diese Schere nicht zu verkraften. Wenn nichts geschieht, müssen Kurse und Linien im Öffentlichen Verkehr mehr und mehr zurückgenommen werden. Die Österreichischen Verkehrsverbünde fordern daher eine Anpassung der Abgeltung an die realen Kostenentwicklungen.

Vorarlberg setzt auf Jugendliche im Öffentlichen Verkehr

Christian Österle: „Gerade Kinder und Jugendliche dürfen vom Angebot des Öffentlichen Verkehrs nicht enttäuscht werden. Sie haben oft keine Alternativen und sind nicht nur Kunden von heute, sondern auch die von morgen.“ Ab Jänner 2009 gibt der VVV auch aus diesem Grund eine attraktive neue Jugendkarte heraus.

Für weitere Informationen stehen wir gern zur Verfügung.


Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH

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