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23. April 2008

Bus und Bahn: Lebensadern für Lebensqualität und Wirtschaft

Verkehrsverbund-Geschäftsführer Christian Österle über Herausforderungen und neue Wege

Herr Österle, Bus und Bahn treten in den letzten Monaten und Jahren deutlich selbstbewusster auf. Gibt es dafür gute Gründe?

Auf jeden Fall gibt es gute Gründe. Allerdings nicht erst seit kurzem, denn Vorarlberg investiert seit Jahren zielgerichtet in den Öffentlichen Verkehr. Inzwischen organisiert der Verkehrsverbund Vorarlberg eines der leistungsfähigsten Öffentlichen Verkehrssysteme Österreichs – an 3. Stelle nach dem Verkehrsverbund Ostregion (VOR) rund um Wien und nach Salzburg. Die aktuellen Zahlen zeigen es deutlich: Bus und Bahn gewinnen immer mehr Fahrgäste, schaffen für viele Menschen Verbindungen für Arbeit und Freizeit.

Was sind aktuell die großen Herausforderungen im Öffentlichen Verkehr?

Eine der wichtigsten: Das reale Bild von Bus und Bahn und deren Möglichkeiten immer wieder und wieder zu transportieren. Denn die Öffentlichen Verkehrsmittel sind viel besser als ihr Ruf. Sie bieten zahlreiche konkrete, persönliche Vorteile für verschiedenste Nutzungen. Kosten, Sicherheit, Bequemlichkeit, weniger Parkplatzprobleme, Umwelt sind nur einige Themen. Woran wir mit unseren Partnern natürlich kontinuierlich arbeiten, sind etwa Stabilität, bessere Schnittstellen und höhere Kundenfreundlichkeit des ganzen Systems.

Wenn ich auf Bus oder Bahn umsteigen will – wer oder was hilft mir konkret weiter?

Schauen Sie sich an, auf welchen Strecken Sie unterwegs sind und prüfen Sie gemeinsam mit unseren MitarbeiterInnen telefonisch, in den Servicebüros oder z.B. auch bei Mobilitäts-Infotagen in Unternehmen oder Gemeinden die Alternativen im Öffentlichen Verkehr. Oder Sie lassen sich einen persönlichen Fahrplan auf  www.vmobil.at erstellen. Testen Sie uns, sagen Sie uns, was Ihnen fehlt – Ihre Mobilität mit Bus und Bahn ist unser täglicher Job!

Zeitgemäß unterwegs in Vorarlberg:

Bus und Bahn gehören einfach dazu

Wir Menschen sind immer mehr unterwegs, Mobilität bestimmt deutlich unsere Lebensqualität. Und das nicht nur, wenn wir selbst unterwegs sind, sondern auch an unseren Wohn- oder Arbeitsorten. Dass Bus und Bahn hier positiv wirken, steht außer Frage – unkompliziert, kostengünstig, sicher und ohne Parkplatzprobleme. Über 70 Millionen Fahrgäste pro Jahr helfen mit, dass sich auf Vorarlbergs Straßen die Staus in Grenzen halten.

Das Netz des Öffentlichen Verkehrs in Vorarlberg ist dicht: Züge und Busse bedienen über 1.900 Haltestellen, verbinden Wohn-, Arbeits- und Veranstaltungsorte, Schulen und Kindergärten. Und das mittlerweile immer tiefer in die Nacht hinein und mit dichtem Fahrplan auch am Wochenende.

In den Öffentlichen Verkehr investieren

Die Vorarlberger Gemeinden, das Land Vorarlberg und der Bund investieren jährlich etwa 70 Mio. Euro in den Öffentlichen Verkehr. Ein Beweis für den hohen Stellenwert dieses Infrastruktursektors. Und die Tendenz steigt: Das Verkehrskonzept des Landes Vorarlberg sieht für Bus und Bahn weitere Wachstumsraten vor. Übrigens: Der Öffentliche Verkehr in Vorarlberg trägt sich trotz der eher ungünstigen Siedlungsstrukturen nahe zu 50% selbst.

Unkompliziert unterwegs mit Bus und Bahn, technisch auf dem letzten Stand und komfortabel

In Vorarlberg ist es unkompliziert, mit Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein:

        Ein Fahrplan im Kursbuch oder auf der Internetplattform ( www.vmobil.at) zeigt alle Verbindungen auf, auch ein persönlicher Fahrplan lässt sich ausdrucken.

       Ein Ticket gilt für Bus und Bahn.

       Die Fahrzeuge und Haltestellen sind durchgehend gekennzeichnet.

Und: Im Zweifelsfall helfen natürlich LenkerIn oder andere Fahrgäste gern weiter.

Über die gute technische Ausstattung der Busse und Züge staunen sogar Stammkunden immer wieder. Bequeme Sitze, durchdesigntes Interieur oder leistungsstarke Klimaanlagen und Heizungen gehören zum Standard. Ebenso ausgefeilte Bordtechnik, die auf vielen Routen vor dem Bus die Ampel auf grün schaltet oder den Lenkern ihre Anschlüsse anzeigt. Investiert wird derzeit etwa in Bildschirme in Waggons und Bussen oder an Haltestellen. „Sie machen das Mitfahren oder Warten angenehmer und das Umsteigen einfacher“, begründet Isabelle Glawischnig, beim Verkehrsverbund für Marketing und Vertrieb zuständig, die teils hohen Investitionen. Doch nicht nur beim Fahrplan gehen die Partner im Verkehrsverbund sehr abgestimmt vor. Auf den Linienfahrzeugen in Vorarlberg wird bewusst außen auf Werbeanbringungen verzichtet. Glawischnigs Vergleich: „Den Privat-PKW bekleben wir ja auch nicht mit bunten Werbefolien.“

Erfolgreich unterwegs mit Bus und Bahn: Zahlen und ein Geheimnis

Dass die gemeinsamen Anstrengungen Früchte tragen, zeigen die Bilanzen: Im Vorjahr sind die Fahrgastzahlen und die Einnahmen aus dem öffentlichen Verkehr im zweistelligen Bereich gestiegen. Vorarlberg liegt damit österreichweit in der Nutzung von Bus und Bahn pro Einwohner an dritter Stelle – nach Wien/Umland und Salzburg. Eine stolze Bilanz, insbesondere in Anbetracht der Siedlungsstruktur, findet Isabelle Glawischnig. Zu verdanken ist das der engen Kooperation zwischen dem Verkehrsverbund, Städten, Gemeinden, Regionen, Arbeitgebern, Veranstaltern, dem Land Vorarlberg, den Verkehrsunternehmen und weiteren Partnern. Isabelle Glawischnig: „Wenn es ein Geheimnis des Verkehrsverbund Vorarlberg gibt, dann dieses: Wir wollen jeden Tag zugunsten unserer Fahrgäste gute Ideen haben und sie umsetzen.“

Mehr Informationen? Gern!

Isabelle Glawischnig, Marketing & Vertrieb
Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH.
Herrengasse 12, 6800 Feldkirch.
T: +43 5522 83951 3210.
 isabelle.glawischnig(at)vmobil.at