
Nachruf Geschäftsführer Ing. Christian Österle
Tief erschüttert haben wir die Nachricht vom Ableben von Christian Österle erfahren müssen.
Christian Österle war gut fünf Jahre lang – konkret seit 1. September 2006 - als Geschäftsführer der Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH sehr engagiert tätig. Dabei haben ihn sein umfassendes Fachwissen, Verhandlungsgeschick, soziale Kompetenz und eine von Wertschätzung getragene Mitarbeiterführung besonders ausgezeichnet.
Wenn man Christians Intentionen gekannt hat, wusste man, dass bei ihm der Fahrgast, die Kundin bzw. der Kunde immer im Mittelpunkt seiner Tätigkeit gestanden hat. Dies – und das war ihm besonders wichtig – immer in einem Umfeld, welches auf Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung aufgebaut hat.
Dass dies die Fahrgäste ihm auch gedankt haben, zeigt sich am deutlichsten an den gestiegenen Fahrgastzahlen. Waren es zu Beginn seiner Tätigkeit noch ca. 70 Mio Fahrgäste, so sind es inzwischen schon über 82 Mio. Fahrgäste pro Jahr, die im Gebiet des Verkehrsverbunds Vorarlberg Bus und Bahn nutzen!
Optimale Kundenorientierung bei der Fahrplangestaltung, bei der Fahrgastinformation, beim Auf- und Ausbau des Qualitätsmanagements bzw. eines eigenen ÖPNV-Vertriebs war das zentrale Anliegen seiner Arbeit beim VVV – in einem von Partnerschaft geprägten Umfeld.
Zentraler Punkt bei allen Bestrebungen von Christian Österle waren die Verbesserung des Angebotes beim ÖPNV, die Steigerung der Qualität - bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Finanzierbarkeit. Und das alles in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit allen im ÖPNV Beteiligten.
Wir nennen als Meilensteine die Etablierung des Verkehrsverbund Vorarlberg als Marke und neues Erscheinungsbild,
die Einführung der Mobilitätsplattform
www.vmobil.at,
den Vertragsabschluss mit dem Bund über die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt,
die dynamische Fahrgastinformation an Haltestellen,
die Einführung der Buslenkerweiterbildung in Zusammenarbeit mit den Unternehmen oder der Start der Projekte „Kinderfahrkarten“ und „Buslehrfahrten“.
Bei der Weltgymnaestrada 2007 erfolgte die Mobilität beinahe ausschließlich mit Öffentlichen Verkehrsmitteln – eine Meisterleistung des Verkehrsverbunds und seiner Partner.
2011 wurde unter seiner Führung das Projekt "Verkehrsauskunft Österreich" gestartet.
Dass Christian ein leidenschaftlicher Techniker war, konnte man nicht nur an seiner Ausbildung an der HTL Bregenz erkennen – auch beim Verkehrsverbund zeigte er sich technischen Neuerungen gegenüber sehr aufgeschlossen, beispielsweise bei der Einführung der Fahrplanauskunft fürs Handy.
Es ist schwer, einen Menschen zu verlieren, aber es ist ein Trost zu wissen, dass viele ihn gern hatten. Wir verlieren mit Christian Österle einen sehr geschätzten Mitarbeiter und Freund, der uns immer in dankbarer und ehrender Erinnerung bleiben wird.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie – insbesondere seiner Frau Karin und seinen Kindern Sabrina, Matthias und Sarah.
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