Grenzüberschreitende Tarife - Wichtige Informationen! Diesen Text vorlesen lassen

Grenzüberschreitende Fahrausweise des Verkehrsverbundes Vorarlberg und Liechtenstein

Tariffolder FL 2014

Um attraktive Tarife für den Öffentlichen Verkehr anbieten zu können, ist zur Finanzierung von Bus und Bahn neben den Fahrscheineinnahmen auch ein erheblicher finanzieller Aufwand auf Seiten der Öffentlichen Hand notwendig.

In Vorarlberg setzt man hierzu sehr stark auf Fahrgastzuwächse, wie Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser erläutert: „Die Forcierung des Öffentlichen Verkehrs unter anderem auch durch tarifliche Maßnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil der Strategie, bis 2050 eine energieautonome Region in Vorarlberg zu etablieren.“ Folglich wurde im Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) eine Tarifreform umgesetzt, welche auf eine deutliche Attraktivierung insbesondere der Jahreskartentarife abzielt und zum 1. Jänner 2014 in Kraft tritt.

Auch der Verkehrsbetrieb LIECHTENSTEINmobil (VLM) verfolgt ein bestmögliches Preis-Leistungsverhältnis für die Kunden. Dabei haben sich die Tarife bei den Jahresabonnementen, welche bei Abschluss der Vereinbarung mit dem VVV im Jahr 2002 noch bei ca. 20% der VVV Tarife lagen, zwischenzeitlich diesen angenähert. Diese Entwicklung auf Liechtensteiner Seite wie auch die neuesten Tarifentwicklungen in Vorarlberg haben die Grundlagen der bestehenden Vereinbarung entsprechend verschoben. Am 1. Januar 2014 wird eine neue, der heutigen Situation Rechnung tragende, Kooperationsvereinbarung in Kraft treten.

Neuer attraktiver Tarif für grenzüberschreitenden Verkehr

Die intensive Nutzung der gut ausgebauten Bus- und Bahnverbindungen und die wirtschaftliche Bedeutung des Pendlerverkehrs zwischen den beiden Ländern soll durch eine neue tarifliche Lösung für den grenzüberschreitenden Verkehr gestützt und erweitert werden. „Unter der Vorgabe, einerseits preislich attraktivere Angebote für unsere Fahrgäste zu schaffen und andererseits Möglichkeiten für eigenständige Strategien der beiden Länder zu eröffnen, haben wir in den vergangenen Monaten intensiv an einem neuen Kombitarif Liechtenstein-Vorarlberg gearbeitet“, erklärt Ulrich Feisst, Geschäftsführer der LIECHTENSTEINmobil. Dieses Preismodell für grenzüberschreitende Mobilität wird die bestehende Tarifkooperation ersetzen.

Das Ergebnis liegt nun in Form eines sogenannten Anstoßtarifes vor: Dabei wird für eine Fahrt zwischen Vorarlberg und Liechtenstein wie gewohnt ein Ticket zu lösen sein. Dafür wird zukünftig ein Mischpreis aus den beiden Inlandstarifen berechnet. „Wir haben darauf geachtet, dass unsere Fahrgäste für grenzüberschreitende Fahrten insbesondere für Jahreskarten keine weiteren Preissteigerungen im Vergleich zum heutigen Tarifniveau hinnehmen müssen und die Mobilität mit Bus und Bahn auch in diesem Bereich finanziell interessant bleibt“, betont VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand.

Kauf eines Tickets wie gewohnt

Für den Fahrgast ändert sich ab Jahreswechsel beim Erwerb eines Tickets nichts. Wie gewohnt kann an den Fahrscheinautomaten ein Zielort im jeweils anderen Land ausgewählt werden. Mit dem Fahrschein können anschließend Bus- und Bahnlinien in beiden Ländern bis zum Zielort genutzt werden. Natürlich ist für weitere Fahrtstrecken auch ein Fahrschein für das Gesamtgebiet maximo+FL erhältlich. Grenzüberschreitende Jahreskarten können nach der gleichen Logik in den Servicebüros gekauft werden. Mit Ausnahme des Preises unterscheidet sich der Kauf einer grenzüberschreitenden Fahrkarte nicht von dem eines Verbundtickets.

Korridorlösungen zwischen Buchs und Feldkirch

Eine Besonderheit bietet die gemeinsam betriebene Bahnstrecke zwischen Buchs und Feldkirch. Diese kann sowohl mit der entsprechenden Jahreskarte von LIEmobil wie auch mit dem VVV maximo-Ticket, ohne grenzüberschreitenden Fahrschein, benutzt werden. Ebenfalls können mit einem liechtensteinischen Jahresabonnement die Busse der LIEmobil bis zur Endhaltestelle Feldkirch Bahnhof genutzt werden.

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