Informationsveranstaltung zum Thema E-Bus Diesen Text vorlesen lassen

Was Fahrgäste, Bus und Bahn für Umwelt, Energie, Ressourcen und Klima tun

Elektrisch betriebener 12 Meter-Linienbus im Pilotversuch in Vorarlberg unterwegs

EbusMöglicherweise staunen Fahrgäste im ersten Moment etwas: Auf verschiedenen Vorarlberger Linien wird im kommenden Jahr ein rein elektrisch angetriebener 12 Meter-Bus unterwegs sein. Dieser Pilotversuch ist Teil der langfristigen Vorarlberger Strategie, die Chancen von Bus und Bahn für Umwelt, Energie, Ressourcen und Klima bestmöglich zu nutzen. Schon jetzt tragen der öffentliche Verkehr und seine Fahrgäste viel dazu bei, Umwelt, Ressourcen und Klima zu schützen. Im vergangenen Jahr wurden knapp 115 Mio. Beförderungen verzeichnet, 2014 ist mit einer weiteren Steigerung zu rechnen.

Auch im öffentlichen Verkehr sind elektrische Antriebstechnologien ein aktuelles und durchaus kontrovers diskutiertes Thema. Bewährt hat sich diese Energiequelle jedenfalls bei der Bahn: Täglich sind auch in Vorarlberg Tausende Fahrgäste auf der Schiene mit über 90 Prozent Strom aus Wasserkraft unterwegs. Auch bei den Linienbussen setzen die Partner im Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) auf moderne und umweltschonende Technik.

152 neue Linienbusse in fünf Jahren

Der Linienbus steht dabei im Spannungsfeld von Komfort, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit. „Verträge und Kalkulationen im VVV sind auf eine Laufzeit der Fahrzeuge von zehn Jahren ausgelegt “, erläutert Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. „Damit erreichen wir, dass unsere Fahrgäste mit zeitgemäßem Komfort rechnen können und die technische Ausführung auf einem akzeptablen Stand ist.“ 

Aktuell sind in Vorarlberg 278 Busse in fixen Umläufen und weitere 38 als Ersatz- bzw. Verstärkerfahrzeuge im Linieneinsatz. Knapp die Hälfte davon, nämlich 152 Fahrzeuge, wurden seit 2010 neu angeschafft – ein Investitionsvolumen von über 33 Mio. Euro in fünf Jahren. Auch für 2015 sind bereits wieder 27 neue Linienbusse bestellt.

Fokus auf spürbare Qualität, sicheren Betrieb und Umweltschutz

Wie rasch die Entwicklung vonstatten geht, zeigt der Vergleich eines Linienbusses aus dem Jahr 2004 mit einem aktuellen Neufahrzeug. Klimatisierung, Schalldämmung und ergonomische Sitze tragen bei den in Vorarlberg üblichen hohen Standards ebenso zu Fahrkomfort und Qualität bei wie etwa Fahrgast-Infosysteme oder Doppelverglasung. Auch die Schadstoffklassen haben sich deutlich verschärft. In Vorarlberg erfüllen derzeit mehr als 80 Prozent der Busse im Linienverkehr die aktuellsten Abgasnormen EEV oder EURO 6. Per Ende 2014 verfügen alle im regelmäßigen Linienverkehr eingesetzten Busse über hochwirksame Abgasfilter. 

Sechs Mal zur Sonne und zurück mit Bus und Bahn

Dass sich diese Investitionen Lohnen zeigen die Zahlen zur Mobilität der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger: Laut Verkehrsverhaltensbefragung 2013 (KONTIV) liegt die durchschnittliche Weglänge im ÖPNV an einem Werktag bei 17,2 Kilometer. Hochgerechnet legen die VorarlbergerInnen jährlich rund 1,9 Milliarden Kilometer mit Bus und Bahn zurück – das entspricht mehr als sechs Mal der Distanz zur Sonne und zurück. Wären alle Busfahrgäste mit einem durchschnittlich besetzten PKW unterwegs, ergäbe das 778 Mio. PKW-Kilometer mehr pro Jahr auf Vorarlbergs Straßen. Umgelegt auf einen Durchschnittsverbrauch von 6,5 Liter/100 Kilometer summiert sich das auf mehr als 50 Mio. Liter Treibstoff im Jahr oder ca. 133.600 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Die Vorarlberger Linienbusflotte verbraucht etwa 7 Mio. Liter Diesel jährlich, das entspricht 18.500 Tonnen CO2.

Stärken von Bus und Bahn nutzen

Angesichts dieser Tatsache wird Vorarlberg auch in den kommenden Jahren intensiv auf den öffentlichen Verkehr setzen. „Bus und Bahn spielen eine zentrale Rolle dabei, wie Vorarlberg seine Ziele in punkto Klimaschutz und Energieautonomie erreicht“, konkretisiert Landesrat Johannes Rauch. „Im Regierungsprogramm sind daher umfangreiche Maßnahmen für noch mehr Qualität im öffentlichen Verkehr vorgesehen.“ Investiert wird u.a. in die Infrastruktur und in die Beförderungskapazitäten von Bahn und Bus. Weitere Verbesserungen im Angebot und bei den Tarifen sowie eine Qualitätsoffensive sollen noch mehr Menschen überzeugen, zum persönlichen Vorteil und zu jenem von Umwelt und Klima umzusteigen. Der konsequente Einsatz geeigneter neuer Technologien oder das Ecodrive-Training für BuslenkerInnen an der ÖPNV-Akademie verstärken dabei die positive Umweltwirkung.

Pilotversuch: Elektrisch betriebener Linienbus im Echteinsatz

Auch in der Antriebstechnik ist einiges in Bewegung: Erstmals sind auch rein elektrisch angetriebene Busse mit 12 Meter Länge am Markt verfügbar. Eines dieser Fahrzeuge ist im kommenden Jahr in verschiedenen Vorarlberger Regionen unterwegs. „Der Pilotversuch soll zusätzliche Erkenntnisse liefern, wo E-Busse mittelfristig im Land sinnvoll eingesetzt werden können“, erläutert Christian Hillbrand, Geschäftsführer des VVV. „Unser Bestreben ist es, aktuelle Technologien zügig einzuführen. Allerdings soll das im Sinne unserer Fahrgäste nicht zu Lasten der Zuverlässigkeit und der Angebotsqualität unseres Systems gehen – moderne Technik ja, aber nicht ein Versuchslabor auf der Straße.“ Sofern ein alternatives Antriebskonzept vergleichbare Möglichkeiten bietet, ist ein breiter Einsatz im Busverkehr Vorarlbergs denkbar.

 

Kontakt

Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH
Wolfgang Häusle, Marketing & Vertrieb
Tel.: 05522 83951-7046
wolfgang.haeusle@vmobil.at

  • PDF
  • Sie können diese Seite versenden/ empfehlen
.

xxnoxx_zaehler

.

xxnoxx_zaehler