Neue Fahrplanauskunft & neue App - Testbericht E-Bus Diesen Text vorlesen lassen

Bus und Bahn: Innovationen für Fahrgäste und Umwelt

  •  Neue Fahrplanauskunft im Internet
  • neue App „cleVVVer mobil" 
  • positive erste Eindrücke mit Elektro-Linien-Bus

Der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) eröffnet ein neues Informationszeitalter: Bus und Bahn verknüpfen mit dem Fahrrad, Zu-Fußgehen und mit dem Auto, Echtzeit-Angaben für das ganze Land oder Vergleiche zwischen Öffi, Auto und Fahrrad: Ab dem 30. April sind eine neue Internet-Fahrplan-Auskunft auf www.vmobil.at und die komplett überarbeitete und umbenannte „cleVVVer mobil"-App verfügbar. Positiv auch die ersten Erfahrungen aus dem Pilotversuch mit einem elektrisch angetriebenen Linienbus, jetzt werden die Testergebnisse ausgewertet und Wirtschaftlichkeit und Einsatzmöglichkeiten geprüft.

Mit Bus und Bahn von Alberschwende bis Zwischenwasser:Alle Verbindungen in Echtzeit für das ganze Land

Neue VVV-Fahrplanauskunft im Internet, neue vmobil-App fürs Handy

Unterwegs sein mit Bus und Bahn wird jetzt noch einfacher und komfortabler: Mit der neuen „Verkehrsauskunft Österreich" (VAO) und einer neuen vmobil-App schafft der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) eine ganz neue und noch bessere Informationsqualität im Internet und am Handy. Erstmals stehen jetzt den Fahrgästen in den neuen Auskunftssystemen alle Verbindungen für Bus und Bahn, wie auch für Fahrrad, Auto, etc. zur Verfügung.

Die neue vmobil-App: Die persönliche Mobilitätszentrale am Handy
PK-FahrplanauskunftDie Fahrplanauskunft auf www.vmobil.at zählt schon jetzt zu den meistgenutzten Webseiten in Vorarlberg. 2014 verzeichnete sie eine Millionen Zugriffe. Auch die neue vmobil-App kann viel mehr als „nur" die beste Verbindung mit Bus und Bahn oder die genaue Abfahrtszeit angeben. Sie gibt für die gewünschte Strecke einen Überblick für verschiedenste Mobilitätsarten. Fuß- und Radstrecken werden dabei ebenso angezeigt wie Park&Ride oder Fahrradmitnahme. So lassen sich umweltfreundliche, kostensparende Fahrten einfach und unkompliziert planen und verschiedene sanfte Mobilitätsarten sinnvoll kombinieren. Die App ist kostenlos für verschiedene Handysysteme in den jeweiligen Download-Centern erhältlich.

Sie planen eine Bahnfahrt? Sie stehen an der Haltestelle und wollen wissen, wann Ihr Bus kommt? Die neuen Auskunftssysteme des Verkehrsverbund Vorarlberg machen Fahrten mit Bus und Bahn nochmals einfacher. Ob eine Fahrt am Computer geplant wird oder unterwegs am Handy – beide Systeme greifen auf die neue Fahrplanauskunft zurück.
VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand: „Bis Ende des Jahres werden auch Echtzeitdaten für ganz Vorarlberg zur Verfügung stehen."

Sanfte Mobilitätsformen
Die Verknüpfung sanfter Mobilitätsformen sind im Entstehen. Ein Spatenstich für den Neubau eines modernen Bahnhofes als Mobilitätsdrehscheibe erfolgt bereits kommende Woche in Rankweil. Die Bahnhöfe Hohenems und Lauterach befinden sich gerade in Fertigstellung, Lustenau, Hard und Götzis sind in Planung. Moderne Fahrrad- bzw. Mopedabstellanlagen und dementsprechende Lademöglichkeiten für E-Autos und E-Fahrräder werden zukünftig an diesen Bahnhöfen zur Verfügung stehen. In der neuen Fahrplanauskunft wird dieses Prinzip, welches bei der Infrastruktur beginnt, bereits nachvollzogen. Landesrat Johannes Rauch: „Moderne Bahnhöfe werden zu Knotenpunkten, die Bahn, Busse, E-Autos und Fahrräder miteinander verknüpfen." Dies sei notwendig, denn schon heute sind täglich 150.000 VorarlbergerInnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Der Ballungsraum Rheintal mit seinen 250.000 EinwohnerInnen wächst. „Darauf wird sich die Mobilitätspolitik der Zukunft einstellen müssen. Die Einführung der 365-Jahreskarte war ein Meilenstein auf dem Weg dorthin. Im ersten Quartal 2015 wurden 15.775 Jahreskarten verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von neun Prozent."

Die neue Fahrplanauskunft für ganz Österreich – und speziell für Vorarlberg
Die Verkehrsauskunft ist eine österreichweite Kooperation. Damit stehen Daten für ganz Österreich zur Verfügung. Christian Hillbrand: „Unsere Fahrgäste können so auch österreichweite Fahrten mit der Auskunft auf www.vmobil.at bzw. mit der App auf ihrem Handy planen – ein deutlicher Vorteil auf Reisen." Die Vorarlberger Variante ist aber intern so voreingestellt, dass ein schnelles Vorarlberger Suchergebnis gewährleistet ist.

Elektro-Linienbus: „Aus meiner Sicht ein tolles Fahrzeug"

Erste Testeinsätze im Linienbetrieb schaffen Basis für weitere Abstimmungen

In den vergangenen Wochen hat der Landbus Oberes Rheintal einen elektrisch angetriebenen Linienbus im praktischen Einsatz getestet. Die ersten Eindrücke von Buslenkern und Fahrgästen sind positiv. Jetzt werden die Testergebnisse ausgewertet und Wirtschaftlichkeit und Einsatzmöglichkeiten geprüft.

In den letzten Wochen war ein elektrisch angetriebener 12 Meter-Niederflur-Linienbus im praktischen Einsatz im Oberen Rheintal. Der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV), e-Bus Europa und ÖBB-Postbus GmbH haben gemeinsam diesen Testbetrieb organisiert und abgewickelt. Ein deutsches Institut hat das Projekt wissenschaftlich begleitet.

Erste positive Erfahrungen als Grundlage für weitere Prüfungen
Die Erfahrungen waren dabei auch abseits der zu erwartenden Energie- und Umweltvorteile durchaus positiv: Das 12 Meter lange Fahrzeug beschleunigt gut, schafft die versprochene Reichweite und hat den gewünschten Fahrkomfort. Der für 80 Fahrgäste zugelassene Zweitürer ist zudem verschleißärmer und leiser als ein Dieselbus.
„In den kommenden Monaten werden nun die Daten aus dem Testversuch ausgewertet. Dann gilt es, die wirtschaftlichen Aspekte und die Möglichkeiten für einen praktischen Einsatz im Detail zu prüfen. Wenn die Ergebnisse passen, ist mittelfristig der Einsatz von elektrisch angetriebenen Bussen im Vorarlberger Linienverkehr denkbar." erklärt Landesrat Johannes Rauch.

Reichweite bis 220 Kilometer, Schnellladen ist möglich
Im Praxistest hat der zur Gänze in Europa hergestellte Niederflurbus auf den Strecken im Oberen Rheintal bis zu 220 Kilometer mit einer Akkuladung geschafft. Dabei verbrauchte er durchschnittlich 0,9 kWh/km. Bis die Akkus voll geladen sind, dauert es etwa sieben Stunden, aber: „Auch das Schnelladen in einer Dienstpause oder bei fahrplanbedingter Standzeit ist möglich", erklärt Gerhard Kräutler, Projektleiter beim VVV. Er verweist auf einen weiteren Vorzug: „Beim Bremsen wirken die Elektromotoren als Generatoren und geben Energie an die Akkus zurück." Durch ein integriertes Batterie-Ladegerät benötigt der Bus keine zusätzlichen Ladestationen, die übliche (Starkstrom)-3 x 400V-32A-Steckdose reicht aus.

Buslenker wird zum E-Bus-Fan – Fahrgäste begeistert
Auch von Seiten jener Personen, die täglich intensiv mit Bussen zu tun haben, gibt es ein positives Echo. Postbusfahrer Markus Böckle lenkt seit Jahren Linienbusse, jetzt zum ersten Mal einen elektrisch angetriebenen. Ich war anfangs skeptisch, bin aber nun überzeugter E-Bus-Fahrer. Aus meiner Sicht: „Ein tolles Fahrzeug!" Auch die Fahrgäste sind begeistert, „Der Vorteil dieses Fahrzeugs ist, daß der Lärmpegel sehr angenehm ist und man sich auch während der Fahrt noch gut unterhalten kann."

im Überblick: Fakten zum im Testversuch eingesetzten elektrisch angetriebenen Linienbus
Fahrzeug 12 Meter-Linienbus, für bis zu 80 Fahrgäste zugelassen
2 Türen, Niederflur
Reichweite bis zu 220 km im praktischen Linienbetrieb
Akku Lithium-Ionen-Batterie mit 265 KW Batteriekapazität,
4.000 Ladezyklen garantiert
Verbrauch zwischen 0,95 und 1,02 KWh bei durchschnittlicher Belegung von 50 Prozent
Antrieb über Radnabenmotoren, 113 KW je Rad
Besonderheiten komplette Fahrzeugüberwachung aus der Ferne für Verkehrsdisponenten, z.B. Stand der Ladung, Restlaufzeit, momentaner Verbrauch, Ladezustand
Fahrzeug wird in der EU hergestellt
zertifizierte und homologierte Bauteile nach EU-Norm

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