Bus, Bahn & Co. Bewusst besser unterwegs Diesen Text vorlesen lassen



Nach Wien das beste öffentliche Verkehrsangebot Österreichs – das ist der aktuelle Standard bei Bus und Bahn in Vorarlberg. Die Partner im Verkehrsverbund Vorarlberg verzeichnen jährlich über 100 Millionen Beförderungen, Tendenz seit Jahren steigend. Dafür gibt es gute Gründe: Gemeinden, Land, Bund und Verkehrsträger arbeiten seit Jahrzehnten Hand in Hand und nutzen gezielt und abgestimmt ihre Möglichkeiten.

Selbstverständlich gewordene Stärken
Viele positive Ergebnisse daraus nehmen Fahrgäste in Vorarlberg als völlig selbstverständlich wahr. Erst bei Besuchen in anderen (Bundes-)Ländern werden Vorzüge deutlich: Einen landesweiten Taktverkehr auch im ländlichen Raum, immer mehr Angebote am Tagesrand und in der Nacht oder attraktive Tarife bis hin zur 370 Euro-Jahreskarte für das ganze Land gibt es in einem weiteren Umkreis um Vorarlberg nicht. „Der öffentliche Verkehr ist in Vorarlberg zur Lebensader geworden", formuliert es Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. „Ohne Bus und Bahn und ohne die vielen Menschen, die damit unterwegs sind, hätten wir in puncto Lebensqualität, Wirtschaftsstandort und Umwelt gleichermaßen deutlich mehr Probleme."

Angebot attraktiv halten und entwickeln
Die Verantwortlichen legen großes Augenmerk darauf, das Angebot attraktiv zu halten und es weiterzuentwickeln. Moderne Technik und Infrastruktur unterstützen die engagierten MitarbeiterInnen unterwegs und im Kundenservice. Die Fahrpläne werden laufend geprüft und aktualisiert, die Busflotte kontinuierlich modernisiert. Kein Fahrzeug im regulären Linienverkehr ist älter als zehn Jahre, auf nahezu allen Buslinien ist bereits kostenfreies WLAN verfügbar. Auf der Schiene werden ab 2019 neue Zuggarnituren den Komfort im Regionalverkehr neu definieren, sie bieten auch mehr Platz für Fahrgäste und Fahrräder.

ANRUFBUS: Von der Haltestelle nach Hause
In Bereichen, wo der Linienverkehr an wirtschaftliche oder technische Grenzen stößt, setzen Regionen verstärkt auf Rufbus-Systeme. Nach den Erfahrungen u.a. im Oberland starten zu Ostern 2018 acht Gemeinden im Vorarlberger Unterland ein entsprechendes Angebot: Der neue ANRUFBUS bringt dort Fahrgäste von Bushaltestellen und anderen wichtigen Punkten auf Bestellung bis nach Hause. Dieser Service steht wochentags zwischen 20.00 Uhr und 3.00 Uhr, zum Wochenende sogar bis 5.00 Uhr früh zur Verfügung. „Solche Systeme ergänzen das wachsende Nachtangebot im Linienverkehr perfekt und machen es deutlich leichter, ohne eigenes Auto unterwegs zu sein", bestätigt Landesrat Johannes Rauch.

Arbeitsschwerpunkt: Mobilitätsketten
Systeme wie der ANRUFBUS sind wichtige Bausteine für die nächste Stufe der persönlichen Mobilität: Es gilt mehr denn je, unterschiedliche Möglichkeiten – zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren, Bus, Bahn, Car-Sharing oder Park&Ride – sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Das muss quasi von „Haustür zu Haustür" funktionieren, denn jede unnötige Schnittstelle kann dazu führen, dass das Auto gestartet wird – samt den bekannten Nebenwirkungen auf persönliche Finanzen, Umwelt und Klima.

Schnittstellen optimieren
An Schnittstellen und Übergängen zwischen verschiedenen Mobilitätsarten werden damit neue Anforderungen gestellt. „Haltestellen und Bahnhöfe im Land werden seit Jahren mit Nachdruck und hohen Investitionen zu Mobilitätsknotenpunkten ausgebaut", erläutert Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, in dessen Ressort die Verkehrspolitik liegt. Aktuelle Beispiele sind die Bahnhofsprojekte in Rankweil oder Lustenau. Gute Anbindungen, kurze Wege, hohe Aufenthaltsqualität, Fahrrad- und Motorradabstellplätze oder gute Informationsangebote sind bei modernen Haltestellen Standard. Die Standortgemeinden und die ÖBB werden in Vorarlberg bei allen Bahnhofsplanungen von einem eigenen VVV-Fachbeirat „Infrastruktur Mobilität" unterstützt. Hier bringen Städtebauexperten, Fach- und Verkehrsplaner ihr Wissen bei der Gestaltung attraktiver Mobilitätsknotenpunkte ein.

Mobilität als Service
„Diese gemeinsamen Bemühungen sind ganz im Sinn der Vorarlberger Verkehrspolitik: Menschen sollen in Vorarlberg auch ohne eigenes Auto mindestens so attraktiv unterwegs sein können wie mit dem PKW", erläutert Landesstatthalter Rüdisser das ambitionierte Ziel. Ein wesentlicher Baustein dafür: Mobilität muss als Service möglichst nahtlos und idealerweise aus einer Hand verfügbar sein. Ein Angebot in diese Richtung ist die VMOBIL-Card des VVV, sie beinhaltet neben Bus und Bahn auch das Carsharing-Angebot von Caruso und die VLOTTE-Ladestationen. Künftig soll sie auch Fahrradboxen an den Bahnhöfen und Haltestellen öffnen. Ein praktisches Beispiel gleichzeitig dafür, wie die in der Fahrradstrategie „Kettenreaktion" des Landes definierte verstärkte Kombination von öffentlichem Verkehr und Fahrrad Realität wird.

Neue Stabsstelle „Smart Mobility Services" beim VVV
Die Partner im Verkehrsverbund Vorarlberg sind sich dieser Vernetzungs-Herausforderung in der Mobilität von Gegenwart und Zukunft sehr bewusst. Schon vor Jahren wurden Land-, Stadt- und Ortsbusse digital aufgerüstet, um z.B. die Anschlüsse zu optimieren. Fahrplanabfragen auf www.vmobil.at oder in der cleVVVer mobil-App weisen bereits jetzt verschiedenste Mobilitätsarten neben Bus und Bahn aus. Seit 1. März 2018 gibt es beim VVV eine eigene Stabsstelle „Smart Mobility Services": Der öffentliche Verkehr wird weiter in Richtung einer umfassenden, intermodalen Mobilitäts-Dienstleistung ausgebaut.

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