Fahrplan-Pressekonferenz Diesen Text vorlesen lassen

Öffentlicher Verkehr in Vorarlberg:
Punkt für Punkt landesweit zu noch höherer Qualität
Neuer Fahrplan als nächster Mosaikstein für noch mehr Angebot bei Bus und Bahn

Vorarlberg will den Menschen im Land den besten öffentlichen Verkehr Österreichs nach Wien bieten: Möglichst einfach zu nutzen, attraktiv und zukunftsfähig. Die seit Jahren steigenden Fahrgastzahlen und auch die aktuellen Verkehrserhebungen bestätigen, dass die Richtung stimmt. Im Kontext mit anderen Mobilitätsmöglichkeiten bieten Bus und Bahn für viele Zwecke attraktive Alternativen zur Fahrt mit dem eigenen Auto. Ein weiter optimierter neuer Fahrplan, modernste Fahrzeuge, Anrufbusse oder Komfortverbesserungen wie die neue Ticketing-App FAIRTIQ vmobil sind weitere Mosaiksteine der Qualität. Entscheidend werden jetzt beispielsweise auch Begleitmaßnahmen, damit Busse nicht im Stau stecken bleiben.

Ein öffentlicher Verkehr wie in einer größeren, gut erschlossenen Stadt: Das soll in absehbarer Zukunft in Vorarlberg Realität werden. Schritte in diese Richtung wurden und werden vom Land Vorarlberg, den Gemeinden und dem Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) seit Jahrzehnten gesetzt. „So sind gemeinsame Fahrplanauskunft, einheitliches Design oder Taktverkehre auch in ländlichen Regionen für die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger seit langem ebenso selbstverständlich wie das gemeinsame Ticket für Bus und Bahn", zählt Mobilitätslandesrat Johannes Rauch auf. Wie dicht das Angebot bereits ist, zeigt sich auf der Bahnstrecke Bregenz-Bludenz und auf anderen Hauptrouten in Ballungsräumen: Hier gibt es an Werktagen tagsüber vier Verbindungen pro Stunde – in der Hauptverkehrszeit sogar deutlich mehr. Auch in vielen Talschaften fahren die Busse untertags im Halbstundentakt und schaffen Verbindungen zu anderen Bus- und Bahnlinien. Im neuen Fahrplan werden die Anschlüsse und Verbindungen weiter optimiert. Ergänzende Angebote auch an Tagesrand-zeiten oder zu neuen Zielen wie beispielsweise dem Alten Rhein in Lustenau zeigen, wie das System im Detail optimiert wird.

Forderung: Vorfahrt für Linienbus, wo nötig
Ein so stark vernetztes System mit kurzen Übergangszeiten ist allerdings auch empfindlich: Der zunehmende Straßenverkehr sorgt für Verspätungen und verpasste Anschlüsse. „Die bereits gesetzten Maßnahmen zur Priorisierung von Linienbussen reichen an manchen Stellen nicht mehr aus, um das System stabil zu halten", erläutert VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand. „In den nächsten Monaten müssen zwingend Strategien entwickelt werden, wie ein qualitativ hochwertiger öffentlicher Verkehr auch in einem urbanen Umfeld gewährleistet werden kann." Hier braucht es vor allem ein klares und mutiges Bekenntnis der Politik, dass der Linienbus im Bedarfsfall Vorfahrt hat – auch wenn das bedeutet, dass andere warten müssen. „Zusätzlich müssen finanzielle und personelle Ressourcen und Flächen im Anlassfall dafür verfügbar sein. Denn eines ist klar: Wenn die Qualität des öffentlichen Verkehrs nicht gehalten und ausgebaut werden kann, so könnte auch der PKW-Verkehr wieder zunehmen – mit nachteiligen Folgen für uns alle", so Hillbrand. Ein wichtiger Partner sind dabei die ÖBB: „Uns ist besonders wichtig, dass sich die Fahrgäste wohlfühlen", so Gerhard Mayer, ÖBB Regionalmanager in Vorarlberg. „Ziel ist, durch ein optimales Angebot möglichst vielen Menschen den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu ermöglichen."

Die Partner im öffentlichen Verkehr arbeiten auch schon länger an alternativen Angebots-konzepten zu staugeplagten Buslinien. „Hier gilt es Möglichkeiten auf der Schiene zu nutzen, etwa die ‚Südschleife' Lauterach-Lustenau oder das Projekt FL.A.CH für Feldkirch und Liechtenstein", erklärt Landesrat Johannes Rauch. „Weitere Potenziale stecken im Ausbau der „Umsteigekultur" im Land, in Schnellverbindungen oder in bedarfsorientierten Lösungen wie den Anrufbussen im Oberland, in der Region Bregenz-Hofsteig oder neu in Lustenau."

Vergleichbare Lebensqualität im städtischen und im ländlichen Raum
„Dass der öffentliche Verkehr auch außerhalb der Ballungsräume ein sehr gutes Angebot zu attraktiven Tarifen bietet, ist eine wirksame Unterstützung für die Lebensqualität im ganzen Land", unterstreicht Landesrat Rauch. Entsprechend braucht es auch künftig den intensiven gemeinsamen Einsatz, sei es beim Angebot selbst, beim Ausbau der Haltestellen-Qualität, bei der Buspriorisierung oder bei Investitionen in den Fuhrpark. Dass die Richtung insgesamt stimmt, zeigen die aktuellen Verkaufszahlen. Laut Hochrechnung wird es per Jahresende 72.000 Jahreskarten-BesitzerInnen geben, das wäre ein Plus von mehr als drei Prozent. Nahezu 80 Prozent davon sind Maximo-Jahrestickets. Insgesamt werden die Partner im VVV im Gesamtjahr 2018 rund 4,23 Millionen Fahrkarten verkaufen.

Ein öffentlicher Verkehr für die Menschen
Neben elektronischer Fahrplanauskunft und dem neuen Ticketing-App FAIRTIQ vmobil legen die Partner im VVV großes Augenmerk auf persönliche Information und Betreuung. So nehmen die VVV-MobilbegleiterInnen seit Jahren eine österreichweite Vorreiterrolle ein. Neuestes Mitglied in der „Familie" der Servicestellen von Bus und Bahn ist der erweiterte MOBILPUNKT in Bludenz: „Hier stehen unsere MitarbeiterInnen seit Mitte Oktober als „Komplettanbieter" in Sachen Mobilitätsinformation zur Verfügung", erläutert Christian Hillbrand. „Hier sind nicht nur Verbundtickets und Jahreskarten erhältlich, sondern neuer-dings auch das komplette Sortiment an ÖBB-Fahrscheinen." Insgesamt sorgen im Land gut 1.100 MitarbeiterInnen dafür, dass die Fahrgäste sicher und gut durch Vorarlberg kommen.

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