„Wir können unser Klima retten!“ Diesen Text vorlesen lassen

Regionalveranstaltung der plan b-Gemeinden zeigte Handlungsbedarf und konkrete Wege auf

Vergangenen Donnerstag (19. Sep. 2019) haben die sechs plan b-Gemeinden zur Regionalveranstaltung „Unsere Region im Klimawandel" eingeladen. Der Handlungsbedarf für uns alle liegt auf der Hand: Die meteorologischen Daten zeigen eindrücklich, dass auch bei uns Hitzetage und Tropennächte zunehmen und die Wettererscheinungen heftiger werden. Auch die Pflanzen- und Tierwelt verändert sich. Eine aufbauende Botschaft von Buchautor Christoph Drexel: „Wir können unser Klima retten, die dafür nötigen Technologien und Verhaltensweisen gibt es bereits."

Es wird heißer, es wird heftiger: Der Klimawandel findet statt und ist auch bei uns deutlich spürbar. Um die hohe Lebensqualität in der Region zu erhalten, müssen wir gleichzeitig das Klima schützen und uns an die neuen Gegebenheiten anpassen. Am 19. September fand dazu im Wolfurter Vereinshaus die Regionalveranstaltung „Unsere Region im Klimawandel – Situation, Impulse, Maßnahmen" statt. Rund 100 Interessierte folgten der Einladung der sechs plan b-Gemeinden.

Klimaschutz und Klimawandel-Anpassung müssen Hand in Hand gehen
Klimaexperte Johann Feichter und Buchautor Christof Drexel waren sich in ihren Impulsvorträgen einig: Parallel zum Klimaschutz müssen wir auch Maßnahmen ergreifen, um uns an das sich ändernde Klima anzupassen. VertreterInnen aus verschiedenen Fachbereichen wie Politik (Bgm. Peter Halder, Kennelbach), Gesundheit (Dr. Michael Tonko, praktischer Arzt), Katastrophenschutz (Jürgen Ess, Landesfeuerwehrverband) Klimawandelanpassung (Markus Niedermair, Land Vorarlberg) und Jugend (Anna Klinger, Fridays For Future) zeigten in ihren Statements konkrete Wege und Möglichkeiten dafür auf. Bei der anschließenden Arbeitsrunde tauschten sich die BesucherInnen mit den ReferentInnen aus und brachten eigene Ideen und Impulse ein.

"Wir tun!"
Christian Natter, Bürgermeister von Wolfurt und Sprecher der plan b-Gemeinden, betonte, dass es den Gemeinden um konkretes Tun geht, nicht um neue Konzepte: „Wir gehen den seit Jahrzehnten gewohnten Weg für Klima- und Umweltschutz konsequent weiter – wir setzen weiter um." In den sechs Gemeinden der Region sind nachhaltiges Bauen, ökologische Beschaffung oder bewusste Mobilität schon lange selbstverständlich. Aktuell beteiligen sich die Gemeinden auch am KLAR!-Förderprogramm des österreichischen Klima- und Energiefonds. Ein regionales Klimawandel-Anpassungskonzept soll helfen, die negativen Auswirkungen des Klimawandels abzufedern. Die hier vorgesehenen Maßnahmen wurden in Wolfurt ebenfalls vorgestellt und diskutiert – sie stoßen auf hohe Zustimmung. Das Klimawandel-Anpassungskonzept wird in den kommenden Monaten konkretisiert und in den sechs Gemeinden auch auf politischer Ebene bearbeitet.

Klimawandel-Anpassungskonzept der plan b-Gemeinden
Arbeitsstatus 19. Sep. 2019

Ergänzend zu anderen Aktivitäten auf internationaler, nationaler, Landes- und kommunaler Ebene setzen die plan b-Gemeinden in den kommenden zwei Jahren ihr Augenmerk besonders auf konkrete Maßnahmen in den folgenden Themen:

1. 1.000 Bäume pflanzen in der Region
2. Mehr Lebenszeit für Bäume/Pflanzen im öffentlichen Raum
3. Naturschutzgebiete im Klimawandel
4. Kleingewässer: Renaturierung und Retention
5. Trinkbrunnen-Netz (re-)aktivieren
6. Klimafittes Bauen öffentlich, privat, versiegelte Flächen
7. Klimafitte Bushaltestellen
8. Temperaturmessungen in den Gemeinden
9. Katastrophenschutzpläne aktualisieren
10. Infotag Klimawandel/-anpassung/Katastrophenschutz

 

Jetzt bei KLAR!-Umfrage zum Klimawandel mitmachen
Die Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) führt im Rahmen des österreichweiten KLAR!-Programms auch in unserer Region eine Umfrage zum Thema „Wie nehmen Sie den Klimawandel in Ihrer Region wahr?" durch. Die BürgerInnen der sechs Gemeinden sind herzlich eingeladen, hier mitzumachen und bis Ende Oktober 2019 ihre Antworten einzutragen. Hier der Link zur Umfrage. Wer sie lieber in Papierform ausfüllt, erhält den Fragebogen bei der Gemeinde im Bürgerservice und kann ihn dort auch wieder abgeben.

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