Arlbergstrecke: Kein Bahnverkehr zwischen 7.6. und 2.7.

Grund: massive ÖBB-Baumaßnahmen

04.06.2021

Sperre der Arlbergstrecke vom 7.6. bis 2.7.2021

An die 70 Personen- und Güterzüge sind es, die täglich auf der Arlbergbahnstrecke zwischen Vorarlberg und Tirol unterwegs sind.

„Der Zeitplan ist eng, aber wir sind zuversichtlich, die Arbeiten planmäßig erledigen zu können.“ In den kommenden Wochen herrscht hier jedoch verkehrstechnisch für einmal Stillstand. Ab Montag, 7. Juni, bleibt die Strecke für knapp einen Monat bis Freitag, 2. Juli, gesperrt. Grund dafür sind umfangreiche Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen auf der wichtigen Gebirgsstrecke.

Seit den 1990er Jahren werden entlang der Arlbergbahnstrecke regelmäßige Vollsperren für Sanierungszwecke durchgeführt. Wurden diese zunächst im Fünf-Jahres-Takt durchgeführt, so hat sich die Frequenz aufgrund des gestiegenen Bahnverkehrs mittlerweile deutlich erhöht. „Inzwischen finden die Erhaltungsmaßnahmen, im Wechsel mit der Asfinag, im Zwei-Jahres-Rhythmus statt“, erläutert ÖBB-Regionalleiter Christian Wieser auf VN-Anfrage.

„Die Planungen für das diesjährige Baulos laufen bereits seit zwei Jahren“, erklärt Wieser. Nicht weniger als 172 größere und kleinere Einzelmaßnahmen gilt es für die Mitarbeiter der ÖBB Infrastruktur in dieser Zeit abzuwickeln. Der ÖBB-Regionalleiter: „Der Zeitplan ist eng, aber wir sind zuversichtlich die Arbeiten planmäßig erledigen zu können.“

Neben der Erneuerung der Gleisanlagen kommt es dabei auch zur Sanierung von Stützmauern und Lawinenschutzbauten. Außerdem müssen Felsabräumungen und Erhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Auf Vorarlberger Seite stellt das 1,5 Kilometer lange Baulos im Bereich Löcherwald/Löcherwaldgalerie in Dalaas den aufwendigsten Bauabschnitt dar. „Hier wird auch in zwei Jahren weitergearbeitet. Die dafür erforderliche Zufahrtsstraße soll noch heuer errichtet werden“, merkt Christian Wieser an.

23 Millionen Euro Investition

Während der intensiven, vierwöchigen Bauphase werden über 150 ÖBB-Mitarbeiter entlang der gesamten rund 90 Kilometer langen Bahnstrecke täglich im Einsatz sein. Dabei werden insgesamt über 19.000 Meter Schienenstrang, 14.000 Tonnen Schotter sowie 15.300 Stück Bahnschwellen neu verlegt. „Weil auch Großbaumaschinen zum Einsatz kommen, sperren wir uns so zusagen von Ost nach West, aber auch umgekehrt selber ein“, spricht Wieser von einem zwingend erforderlich ausgeklügeltem Logistikprogramm. Ebenso beachtlich ist das Investitionsvolumen. Um die Arlbergbahnstrecke fit für die Zukunft zu machen, werden 23 Millionen Euro bereitgestellt.

Neben der Notwendigkeit eines Schienenersatzverkehrs zwischen 7. Juni und 2. Juli hat die Bahnsperre auch geänderte Fahrzeiten zur Folge. So verkehren die Fernzüge von Bregenz nach Bludenz rund eine halbe Stunde früher. In die andere Richtung verschieben sich die Fahrzeiten um eine halbe Stunde nach hinten. „Für den beliebten Railjet um 6.39 Uhr ab Bregenz wird beispielsweise ein Ersatzzug zum Einsatz kommen“, sagt Regionalmanager Marcus Ender, der auch dazu rät: „Grundsätzlich legen wir Reisenden ans Herz, sich im Vorfeld über die geänderten Abfahrtszeiten der Züge und Busse zu informieren.“ 
 

Sperre der Arlbergstrecke vom 7.6. bis 2.7.2021