Bushaltestellen nach Bregenzerwälder Art

Im Bregenzerwald ticken die Uhren in mancherlei Hinsicht anders. Vor allem dann, wenn es um Architektur und Gestaltung geht. Das zeigt sich sogar an Bushaltestellen.

„Wald“ aus weißen Stahlstangen von Sou Fujimoto aus Japan

Als vor vielen Jahren das Wälderbähnle eingestellt wurde und der Bus mehr Bedeutung bekam, entwarf Hermann Kaufmann einheitliche Bushaltestellen für den ganzen Bregenzerwald. Als Hommage ans Wälderbähnle gestaltete der bekannte Bregenzerwälder Architekt sie in Form von Waggons.

Eine besondere Idee hatte Krumbach vor wenigen Jahren. Der Verein kultur krumbach kam auf die Idee, ArchitektInnen aus aller Welt um Entwürfe für neue „Wartehüsle“ zu bitten. Und siehe da: Nach kurzer Zeit sagten sieben renommierte Architekturbüros ihr Mitwirken zu. Und das zu außergewöhnlichen Konditionen. Als Honorar gabs eine Woche Urlaub im Bregenzerwald, dazu die Unterstützung bei der Umsetzung durch ArchitektInnen und HandwerkerInnen aus der Region.

Heute erfüllen die BUS:Stop Krumbach Bushaltestellen nicht nur ihren eigentlichen Zweck, sondern sind auch beliebte Ziele für Architekturinteressierte. Medien aus aller Welt berichteten über sie.

Hier stehen die Kunstwerke, erreichbar mit den Landbussen 25 und 29:

  • Krumbach-Zwing: Bregenzerwälder Bauernstube von Smiljan Radic aus Chile
  • Unterkrumbach-Nord: Holzstapel vom Ensamble Studio aus Spanien
  • Unterkrumbach-Süd: Zelt aus Metall von dvvt Architecten aus Belgien
  • Krumbach-Glatzegg: „Camera Obscura“ aus Holz vom Amateur Architecture Studio mit Wang Shu und Ly Wenyu aus China
  • Krumbach-Kressbad: Haus mit Tribüne am Tennisplatz von Rintala Eggertsson Architects aus Norwegen
  • Oberkrumbach: Turm aus Holz von Alexander Brodsky aus Russland
  • Krumbach-Bränden: „Wald“ aus weißen Stahlstangen von Sou Fujimoto aus Japan
„Wald“ aus weißen Stahlstangen von Sou Fujimoto aus Japan