Vier Elektro-Linienbusse ab Dezember auf Vorarlbergs Straßen Diesen Text vorlesen lassen

Ab Dezember 2018 sind im Oberen Rheintal vier große Elektrobusse im Linienbetrieb unterwegs. Basis dafür ist eine Kooperation zwischen Land und Verkehrsverbund Vorarlberg, der ÖBB-Postbus GmbH und dem Gemeindeverband Landbus Oberes Rheintal. Die Einsatzregion wurde so gewählt, dass Elektrobusse tatsächlich nachhaltig unterwegs sein können: Abgesehen von ihren ökologischen Stärken ist in dem durch Verkehrsverbund und Land entwickelten Modell auch der Kostenaufwand im Vergleich zu dieselbetriebenen Bussen voraussichtlich nahezu gleich. Bis 2020 können bis zu 20 Linienbusse auf Elektroantrieb umgestellt werden. Eine Herausforderung bleibt die Ladeinfrastruktur, jedoch wurden auch in diesem Bereich Lösungen gefunden.

Attraktiv, leise, abgasfrei und nachhaltig – so sind Verkehrsmittel im Idealfall unterwegs. Elektrobusse entsprechen dem in Vielem und sind daher wesentliche Bausteine u.a. in der Elektromobilitätsstrategie des Landes Vorarlberg, der Energieautonomie oder in Programmen für eine bessere Luftqualität. „Ich freue mich, dass im Dezember der Startschuss für die E-Busse fällt. Unser Ziel ist es, dass noch mehr Elektrobusse nachhaltig im Linienverkehr unterwegs sind. Sie sind ein wichtiger längerfristiger Beitrag zu einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr", so Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. „Wir möchten den Nachweis erbringen, dass sie neben ihren positiven ökologischen Wirkungen auch wirtschaftlich rentabel sind."

Dezember 2018: Erste Elektrobusse im Vorarlberger Linienverkehr
Im Dezember 2018 nehmen die ersten vier 12-Meter-Niederflur-Elektrobusse ihren Einsatz auf. Sie werden in der Region Oberes Rheintal auf den Linien 56, 60, 62, 63, 66, 68, 70 und 71 unterwegs sein, weil hier die Fahrstrecken und Einsatzzeiten den Anforderungen am besten entsprechen: „Die Fahrzeuge können hier untertags nachladen", erläutert Christian Hillbrand, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV). „Zudem legen die Busse ausreichende Strecken zurück, damit die günstigeren Betriebskosten zum Tragen kommen." Bis 2020 sollen bis zu 20 Linienbusse auf Elektroantrieb umgestellt werden.

Im Testbetrieb auf Herz und Nieren geprüft, Ladestation als Herausforderung
Wesentliche Grundlagen für den Einsatz von Elektrobussen im Linieneinsatz lieferte u.a. eine vom VVV beauftragte Machbarkeitsstudie. Das Institut MOTEG, ein Spezialist für E-Mobilität im öffentlichen Personennahverkehr, analysierte darin gemeinsam mit den VVV-Partnern auch im praktischen Testbetrieb zentrale Kriterien wie Einsatzfähigkeit, Reichweite, Wintertauglichkeit oder Rentabilität. Auf diesen Grundlagen wurden dann u.a. eine landesweite Standortprüfung, ein Lastenheft sowie Finanzierungs- und Fördergrundlagen erarbeitet. „Wir haben in enger Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg eine Busausschreibung durchgeführt, sodass wir in den nächsten Wochen die ersten top-modernen Fahrzeuge bestellen und noch heuer zu Einsatz bringen zu können", freut sich Silvia Kaupa-Götzl, Geschäftsführerin der ÖBB-Postbus GmbH.

Als besondere Herausforderung hat sich die nötige Ladeinfrastruktur erwiesen. Schließlich ist neben ausreichend leistungsfähigen Strom-Zuleitungen meist ein eigener Transformator erforderlich. Am Standort der ÖBB-Postbus in Feldkirch konnten die Rahmenbedingungen vorgefunden werden, um eine passende Ladeinfrastruktur mit vertretbarem Kostenaufwand zu errichten. Ein entsprechender Energieliefervertrag soll demnächst ausgeschrieben werden. Vorgesehen sind drei 50-kW-Ladestationen und eine 120-kW-Ladestation.

Einsatz von Elektrobussen lohnt sich für Mensch und Umwelt
Für Fahrgäste, BuslenkerInnen und für AnrainerInnen der Busstrecken bedeutet der Einsatz von Elektrobussen eine hörbar geringere Lärmbelastung. Auch die Umwelt wird entlastet: Pro eingesetztem Elektrobus können mehr als 110 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Der E-Antrieb ist außerdem frei von Schadstoffen wie Feinstaub, Stickoxiden oder Schwefeldioxiden. „Hier bekommt Vorarlbergs moderne Linienbus-Flotte passende Verstärkung", bestätigt Landesrat Johannes Rauch. „Ein Plus für einen attraktiven öffentlichen Verkehr, für die Umwelt und für die Energieautonomie." „Nachhaltige Mobilitätslösungen stehen bei den ÖBB stets im Mittelpunkt. Daher freut es uns besonders, dass wir in diesem richtungsweisenden Pionierprojekt unsere Kompetenz unter Beweis stellen können", betont Thomas Duschek, Geschäftsführer der ÖBB-Postbus GmbH.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweise

Dr. Christian Hillbrand | Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH | Geschäftsführung
+43 5522/83951 | christian.hillbrand@vmobil.at | www.vmobil.at

Mag. Bernhard Rieder | ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation | Pressesprecher
+43 1 93000 44277 | bernhard.rieder@oebb.at | www.oebb.at

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