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Geschäftsbericht 2017

2017 verzeichneten die Partner im Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) wieder einen spürbaren Zuwachs beim Verkauf von Jahreskarten und Einzelfahrscheinen. Einen wesentlichen Anteil der Fahrgäste machen Menschen aus, die zu verschiedenen Bildungs-einrichtungen unterwegs sind: Der VVV hat 2017 über 34.000 Ausweise für die SchülerInnen- bzw. Lehrlingsfreifahrt ausgestellt – ein klares Zeichen dafür, wie wichtig ein gutes öffentliches Verkehrsangebot auch für die Wahlmöglichkeiten in der Bildung ist. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt lag 2017 im technischen Bereich: Die Bordtechnik in den Linienbussen wird erneuert, nahezu alle sind bereits mit kostenlosem WLAN für die Fahrgäste ausgestattet. Auch vorhandene Informationsangebote im Web oder per App werden stark genutzt.

69.488 verkaufte Jahreskarten, 4.094.300 verkaufte Einzelfahrscheine inklusive der Veranstaltungskooperationen, 23,7 Millionen Linienkilometer von Bus und Bahn: So kann der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) einige Eckdaten des Geschäftsjahres 2017 in Zahlen fassen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es wieder erfreuliche Zuwächse sowohl bei den Jahreskarten (plus 5,7 Prozent) als auch bei den Einzelkarten (plus 3,5 Prozent).
„Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der VVV-Jahreskartenbesitzerinnen und –besitzer weiter an: Gegenüber 2016 wurde ein Zuwachs von 3.733 Personen verzeichnet – das ist die Bevölkerung einer größeren Vorarlberger Gemeinde", macht Mobilitätslandesrat Johannes Rauch bewusst. „Der große Zuspruch zur Jahreskarte bestätigt uns darin, weiter konsequent den Ausbau des öffentlichen Verkehrs voranzutreiben. Mit ihrer Entscheidung, den öffentlichen Verkehr zu nutzen, trägt die Vorarlberger Bevölkerung maßgeblich zur Lebensqualität in der Region und zum Umweltschutz bei. Ein großes Dankeschön an jene engagierten Menschen rund um Bus und Bahn, die täglich dafür sorgen, dass wir von A nach B und weiter nach C kommen. "

Zentrale Stärken erhalten und Angebot gezielt weiterentwickeln
Wer in anderen Regionen öffentlich unterwegs ist, weiß die Stärken von Bus und Bahn in Vorarlberg sehr zu schätzen. Gemeinden, Land und ihre Partner haben dieses beispielgebende System in den vergangenen Jahrzehnten gezielt aufgebaut.
Einige Stichworte:
• Moderne und komfortable Fahrzeuge: Die 339 Busse im Linienverkehr (Stand Ende 2017) bilden eine der modernsten öffentlichen Flotten im größeren Umkreis. Die Fahrzeuge entsprechen einheitlichen Standards, sind bis auf wenige Ausnahmen alle klimatisiert und auch emissionstechnisch auf dem aktuellen Stand. 281 Linienbusse bieten zudem kostenloses WLAN. Auch die Regionalzüge wurden im Innenraum neu ausgestattet.
• Vernetztes Angebot: Ein abgestimmter Taktverkehr zwischen 1.877 Haltestellen sorgt dafür, dass Bus und Bahn im gesamten Land attraktive Mobilitätsmöglichkeiten bieten. Die verschiedenen Verkehrsträger – Stadt-, Land- und Ortsbusse oder die Bahn – sind gut verknüpft und dank landesweitem Tarifverbund mit einer Fahrkarte nutzbar.
• Zentrale Information und niedrige Tarife: Sämtliche Verbindungen nicht nur im Land sondern auch in ganz Österreich sind über die Fahrplanabfrage auf www.vmobil.at oder über die kostenlose cleVVVer-mobil-App verfügbar, die meisten davon auch mit Echtzeitangaben. Die Vorarlberger Tarife zählen zu den niedrigsten in Österreich – ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis, speziell auch, wenn die Qualität des Angebots mit einbezogen wird.

Digitalisierung erleichtert Nutzung von Bus und Bahn
Damit diese Qualitäten erhalten bzw. ausgebaut werden, entwickeln die Partner den öffentlichen Verkehr im Land laufend weiter. Im VVV-Geschäftsjahr 2017 war einer der Arbeitsschwerpunkte der technische Ausbau im System. So wurde die Bordtechnik für die Busse neu ausgeschrieben, sie wird in den kommenden Jahren landesweit erneuert. „Die Digitalisierung unterstützt einen vernetzten und stabilen Betrieb und soll unseren Fahrgästen den Zugang zu Informationen vor und während der Fahrt erleichtern. Damit werden künftig nicht nur Echtzeitinformationen flächendeckend verfügbar sein, sondern auch Anschlüsse systematisch gesichert und moderne Verkaufssysteme angeboten", skizziert VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand die Zielrichtung. Bereits jetzt werden die vorhandenen elektronischen Services intensiv genutzt: Über 25.000 NutzerInnen finden ihre Verbindungen mit der cleVVVer mobil-App, die VVV-Webseite www.vmobil.at verarbeitete 2017 über 6.689.000 Fahrplanabfragen. Der Trend geht damit ganz klar weg vom Papierfahrplan hin zur digitalen Fahrgastinformation, in der zusätzlich zu einer individuellen Fahrtenplanung die Pünktlichkeit der Busse und Züge in Echtzeit ebenso wie allfällige Störungen oder die Erreichbarkeit von Anschlüssen angeboten wird.


Freie Fahrt zur Schule und in den Kurs
Neben den BerufspendlerInnen bilden jene Menschen, die Bus und Bahn für ihre Wege zu Schule, Fachhochschule, Universität, an die Lehrstelle oder in den Kurs nutzen, eine zentrale Kundengruppe für den öffentlichen Verkehr. „Zehntausende Menschen sind täglich der Bildung wegen öffentlich unterwegs", so Christian Hillbrand. Ein Beispiel: „An der HTL Bregenz stellten im laufenden Schuljahr 718 der insgesamt 744 SchülerInnen einen Antrag auf SchülerInnen-Freifahrt, das sind über 96 Prozent." Die meisten von ihnen sind auch in der Freizeit und in den Ferien zum günstigen Jahrespreis von 32 Euro (domino) oder 82 Euro (maximo) mit Bus und Bahn unterwegs. Auch in der Erwachsenenbildung setzen verschiedene Anbieter auf gute Verbindungen: Bei den Kursangeboten von WIFI (Wirtschaftskammer) und BFI (Arbeiterkammer) ist die öffentliche An- und Heimreise dank einer Kooperation mit dem VVV bereits in den Kurskosten inkludiert.
Bus und Bahn schaffen Wahlfreiheit in der (Weiter-)Bildung
„Das gute öffentliche Verkehrsangebot erweitert speziell auch in ländlichen Regionen die Wahlmöglichkeiten für Bildung und Weiterbildung", bestätigt der Andelsbucher Bürgermeister Bernhard Kleber. Als Verkehrssprecher der REGIO Bregenzerwald ist er mit den Herausforderungen eines regionalen Landbus-Systems sehr vertraut. Im Jahr 2017 pendelten 2.230 Bregenzerwädler SchülerInnen mit Bus und Bahn in Schulorte meist außerhalb Ihres Wohnortes. Per Jahresende 2017 waren 13,6 Prozent der BregenzerwälderInnen oder 4.638 Personen im Besitz einer VVV-Jahreskarte. In den vergangenen Monaten hat die Region u.a. das Angebot mit einem Nachtbus und mit Vorarlbergs erstem Fahrradbus deutlich erweitert – bei letzterem empfiehlt sich eine Reservierung. Beide binden auch den Bahnhof Schwarzach mit ein. „Selbst wenn neue Angebote Zeit brauchen – die Erfahrungen sind positiv", berichtet Bgm. Kleber. „Von 2010 bis Ende 2017 ist die Anzahl der JahreskartenbesitzerInnen im Bregenzerwald um fast 50 Prozent gestiegen." Ebenfalls sehr gut kommen die Festbus-Heimbringer an, die bei großen Veranstaltungen im Bregenzerwald den Linienverkehr bis in die Morgenstunden hinein ergänzen.

„Der öffentliche Verkehr ist auch ein zentraler Baustein für die Chancengleichheit zwischen ländlichem und urbanem Raum", bekräftigt Landesrat Johannes Rauch. „Das ist ein weiterer Grund, Angebot und Qualität im öffentlichen Verkehr gemeinsam weiter auszubauen. Investitionen in Fahrzeuge, die Verbesserung von Schnittstellen und der Vorrang für den öffentlichen Verkehr müssen daher konsequent vorangetrieben und fortgesetzt werden."

Ergänzende Informationen bei Christian Hillbrand, Geschäftsführung Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV): 05522/83951, christian.hillbrand@vmobil.at

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