VCÖ - Preisübergabe Projekt FAIRTIQ Diesen Text vorlesen lassen

Eine Energiewende und eine Verkehrswende seien nötig, um die Klimaziele zu erreichen, betonte Landesrat Rauch: "Wir sind ständig bemüht, weitere Verbesserungen im Öffentlichen Verkehr umzusetzen und die Fahrradinfrastruktur auszubauen. Es gibt noch viel Potenzial, um Verkehr vom Auto auf die Öffis und das Fahrrad zu verlagern. Wir sehen die Zukunft der Fortbewegung in der Kombination der unterschiedlichen Verkehrsmittel." Rauch begrüßte auch das große Engagement der Gemeinden auf diesem Weg. "Der VCÖ-Mobilitätspreis macht jedes Jahr deutlich, wie mit kreativen Ideen einerseits das Klima geschont und andererseits nachhaltige Formen von Mobilität gefördert werden können. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich", so Rauch.

Auch VCÖ-Vertreter Schwendinger unterstrich die Notwendigkeit, die Mobilität auf Klimakurs zu bringen und veranschaulichte das mit einem Beispiel: So ist der Verkehr in Vorarlberg heute für knapp mehr als die Hälfte der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich und verursacht doppelt so viele Emissionen wie der Gebäudesektor. Im Jahr 1995 war der CO2-Ausstoß noch in beiden Sektoren etwa gleich hoch.

Die ÖBB begleiten als langjähriger Partner den VCÖ-Mobilitätspreis und setzen auch im eigenen Betrieb laufend Verbesserungen im Sinne der klimaverträglichen Mobilität um. "Wir leisten einen Beitrag zum Wandel, indem wir seit heuer für die Bahn nur noch Strom beziehen, der zur Gänze aus Wasser-, Sonnen- oder Windkraft gewonnen wurde", erklärte Regionalmanager Mayer.

Die im Rahmen des VCÖ-Mobilitätspreises Vorarlberg 2018 ausgezeichneten Projekte:

Siegerprojekt "'Gut-Geh-Raum' in Bregenz und Initiative 'Selbstständig zur Schule' für weniger Autos vor Vorarlbergs Schulen

Das Land Vorarlberg, der Landesschulrat, der Fonds "Sicheres Vorarlberg", die Stadt Bregenz und das regionale Mobilitätsmanagement plan b haben dieses Projekt im Schuljahr 2017/2018 gestartet. Das Ziel: Weniger Elterntaxis und mehr Kinder, die umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen. Neben einem pointierten Kurzfilm wurde eine landesweite Umfrage an Vorarlbergs Volksschulen durchgeführt. An vier Volkschulen – Lauterach Unterfeld, Hard Mittelweiherburg, Bregenz Schendlingen und Andelsbuch – wurden unter anderem in Workshops die Schulwege der Kinder analysiert und überlegt, wie die einzelnen Wege attraktiver gestaltet und verbessert werden können. So entstand bei der Schule Schendlingen ein "Gut-Geh-Raum". Es wurde beschlossen, die Zufahrtstraße an Schultagen von 7:15 bis 17 Uhr zu sperren.

Fa. Haberkorn forciert "Sanfte Dienstreisen"

Nach dem Motto "Ein Weg Zug, ein Weg Flug" sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehalten, bei Dienstreisen zumindest den Hin- oder den Rückweg per Bahn zurückzulegen. Bei jeder Reise wird ihnen mitgeteilt, wie viele Tonnen CO2 bei der jeweiligen Flugdistanz ausgestoßen werden. Im Zeitraum 2008 bis 2017 konnten die Flugkilometer um mehr als ein Drittel reduziert und dafür die mit der Bahn gefahrenen Kilometer versechsfacht werden.

Modernes Ticketing-System FAIRTIQ

Stammgäste der Öffentlichen Verkehrsmittel haben in Vorarlberg ein attraktives Jahreskarten-Angebot. FAIRTIQ ist ein App-basiertes System, das Gelegenheitsnutzende des Öffentlichen Verkehrs anspricht. Diese müssen im Vorhinein keine Fahrkarten mehr erwerben. Die Berechnung des günstigsten Tickets erfolgt automatisch basierend auf der durch die App aufgezeichneten Strecke. Erreicht der Standard-Fahrpreis den Wert einer Tageskarte, so kann den Rest des Tages gratis gefahren werden. Abgerechnet wird monatlich über Kreditkarte. FAIRTIQ startet noch diesen Herbst im Verkehrsverbund Vorarlberg, in der Schweiz und in Liechtenstein gibt es das System bereits. Damit können auch grenzüberschreitende Fahrten bezahlt werden.

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