Pressefoyer Dienstag, 7. Juli 2015 Diesen Text vorlesen lassen

Mit Bus und Bahn bestens unterwegs in Vorarlberg

VVV-Geschäftsbericht 2014 bestätigt neue Tarifstruktur und Entwicklungsstrategie

mit
Landeshauptmann Markus Wallner
Landesrat Johannes Rauch (Mobilitätsreferent der Vorarlberger Landesregierung)
Christian Hillbrand (Geschäftsführer des Vorarlberger Verkehrsverbundes)

Mit Bus und Bahn bestens unterwegs in Vorarlberg
VVV-Geschäftsbericht 2014 bestätigt neue Tarifstruktur und Entwicklungsstrategie

Der Geschäftsbericht 2014 des Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) zeigt einmal mehr: Vorarlberg ist mit Bus und Bahn auf besten Wegen. Die Zahlen der Beförderungen und der Jahreskartenkundinnen und -kunden steigen weiter, die Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs im Land ist hoch. Statistisch betrachtet steigen 90 Prozent der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger jeden Tag einmal in den Autobus oder den Zug. Im laufenden Jahr sind bereits weitere Verbesserungen in Planung bzw. Vorbereitung – in der Infrastruktur, im Fahrkartenangebot und in Komfort und Service.

Gemeinden, Bund und Land haben 2014 über 100 Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr in Vorarlberg investiert – gut 30 Millionen Euro davon kommen vom Land. Zusätzlich stellt die öffentliche Hand beträchtliche Mittel für den Ausbau von Bahnhöfen und Haltestellen bereit. "Unsere Investitionen bewegen sich seit Jahren auf konstant hohem Niveau", so Landeshauptmann Markus Wallner, "Die Förderungen für Bus und Bahn tragen zur hohen Lebensqualität für die Bevölkerung und die Urlaubsgäste in Vorarlberg bei und kommen der Wirtschaft und der Umwelt zugute."

Neue Tarifstruktur bewährt sich

Anfang 2014 wurde das neue VVV-Tarifsystem mit der 365-Euro-Jahreskarte eingeführt. "Der Plan, damit den Stellenwert des öffentlichen Verkehrs weiter zu erhöhen und die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger zum Umstieg auf Bus und Bahn zu motivieren, ist aufgegangen", freuen sich Landeshauptmann Wallner und Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. Per Ende 2014 waren über 60.100 Menschen mit VVV-Jahreskarten unterwegs, um 9.500 mehr als zu Jahresbeginn.
Zusätzlich werden pro Tag durchschnittlich über 10.000 Fahrscheine in den Servicebüros, an den Automaten und in den Fahrzeugen gekauft. Die Fahrkarten sind günstig – die Einnahmen daraus decken etwa 40 Prozent des Aufwandes.
Insgesamt überzeugen Bus und Bahn in Vorarlberg mit einem überaus attraktiven Angebot, das laufend optimiert wird, betont Landesrat Rauch: "Wo es dringend Verbesserungen benötigt, etwa bei der Erhöhung der Kapazitäten zu den Spitzenzeiten am Morgen und am Abend, können wir ab Herbst eine erste Lösung anbieten." Auch Bestnoten im nationalen Vergleich bestätigen die hohe Qualität des öffentlichen Verkehrs in Vorarlberg.

Dichtes Netz über Vorarlberg und in die Nachbarregionen

Im Jahr 2014 haben Vorarlbergs Linienbusse über 18,7 Millionen Linienkilometer zurückgelegt, die Züge im Land 4,5 Millionen. Gezählte 1.682 Haltestellen wurden dabei regelmäßig bedient. "Dieses dichte Netz bietet für viele Anlässe gute Möglichkeiten, ohne eigenes Auto bestens unterwegs zu sein", ist Landesrat Rauch überzeugt. Beim VVV selbst waren im Berichtsjahr 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Einer der Arbeitsschwerpunkte: Der technische Bereich. Inzwischen können die Fahrgäste im VVV über Internet oder Mobiltelefon auf dieselben Echtzeit-Daten zugreifen wie die Bordrechner in den Fahrzeugen.

Erfolgsfaktor Kooperation

Ein zentraler Erfolgsfaktor für den VVV ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Land-, Stadt- und Ortsbusse sowie der Bahnen im Verkehrsverbund Vorarlberg selbst und darüber hinaus. Auch viele Veranstalter, Bildungsanbieter oder Arbeitgeber sind langjährige Kooperationspartner von Bus und Bahn und bieten besondere Angebote.
Die Vernetzung funktioniert auch über die Landesgrenze hinaus sehr gut: Die neue Internet-Fahrplanauskunft auf www.vmobil.at wurde in einer österreichweiten Kooperation realisiert. Speziell die Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern wird gezielt gestärkt: Fahrradabstellplätze und P+R-Plätze an Haltestellen oder die verkehrsträgerübergreifende Fahrplan-Auskunft im Internet und am Handy sind Beispiele dafür.

Bus und Bahn: Wirtschaftsfaktor mit hoher regionaler Wertschöpfung

27 Vorarlberger Verkehrsunternehmen mit teilweise mehreren Partnern sind im Auftrag von Gemeinden, Regionen und Land unterwegs. "Erfreulicherweise haben Vorarlberger Unternehmen auch die erste europaweite Ausschreibung von Verkehrsdienstleistungen im Großen Walsertal für sich entscheiden können", berichtet VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand. Diese Ausschreibungen sind nach geltendem Recht unumgänglich, in den nächsten Jahren werden weitere Regionen folgen. "Dabei gilt es den eingeschlagenen Weg eines qualitativ hochwertigen und doch leistbaren öffentlichen Verkehrs konsequent weiter zu verfolgen", fasst Hillbrand zusammen.

Gute Perspektiven für Bus und Bahn

Die Partner im VVV arbeiten laufend daran, das Angebot des öffentlichen Verkehrs im Land weiterzuentwickeln und für noch mehr Fahrgäste attraktiv zu machen. Dafür werden etwa die Kapazitäten auf der Schiene zu den Spitzenzeiten aufgestockt. Derzeit laufen die intensiven Verhandlungen mit den ÖBB über die Beschaffung neuer Zuggarnituren, bis dahin werden etwa die Kapazitäten auf der Schiene zu den Spitzenzeiten aufgestockt. "Wer Bahn fährt, soll das nicht in einer Sardinendose tun", erläutert Landesrat Rauch. Insgesamt wird in die Bahn konsequent weiter investiert, neben den laufenden Bahnhofsprojekten etwa in die Strecken Lauterach-Hard-St. Margrethen oder in die Planungsarbeiten zwischen Feldkirch und Buchs.
Für einen noch höheren Komfort in den Bussen sind bereits Wlan Tests im Gange, um den Kundinnen und Kunden einen einfachen und kostenlosen Zugang ins Internet zu ermöglichen. Können alle technischen Hürden gemeistert werden, ist eine erste Ausbaustufe in Planung.
In Absprache mit dem Kulturamt werden im neuen Schuljahr – also ab Herbst – Kulturtickets für Schülerinnen und Schüler bereitgestellt. Diese Tickets dienen zur Gratisanreise für alle Schulen im Land, um bildende Kulturstätten noch leichter in das Schulprogramm mit aufnehmen zu können. Die Tickets können dann bequem – ähnlich den Veranstaltertickets – über die Homepage www.vmobil.at abgerufen werden.
Zusätzlich ist ab dem Schuljahr 2016/17 ein vereinfachtes System für die Schülerfreifahrten, bzw. Freizeittickets geplant, um den Ticketerwerb für alle Beteiligten so einfach wie möglich zu halten. Die Schüler, bzw. deren Erziehungsberechtigte haben dann die Möglichkeit die Tickets online zu bestellen (PC, Tablet, Handy). Als weitere Ausbaustufe wird dann das Schülerticket bzw. Lehrlingsticket auf einer neuen App, welche in Kooperation mit der 360Card entwickelt wird, zur Verfügung stehen. Somit wird "Vergessen" auch für die Kontrolleure eher Seltenheitswert haben.
Auch die Erfahrungen aus dem Pilotversuch mit einem elektrisch angetriebenen Linienbus werden derzeit ausgewertet. "Eines unserer Ziele ist es, die Informationsqualität weiter zu steigern", so VVV-Geschäftsführer Hillbrand. Mehr und bessere Services im Internet sollen Ressourcen für die persönliche Betreuung in anderen Bereichen freispielen.

Geschäftsbericht 2014

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